Neubau eines Atelierhauses

Am Mühlenteich 3a, Trittau

Bauherr:   Kulturstiftung der Sparkasse Stormarn
    Hagenstr. 19
    23843 Bad Oldesloe
Entwurfsidee:   Studentin Inga- Müller- Haagen
Planung:   Zill Nieschalk, Architekten BDA
Mitarbeiter:   Alexander Henck
Baubeginn:   9 / 2005
  Nachtansicht  
 

Aufbruch zu neuen Ufern - ein neues Ateliergebäude

Fast dreizehn Jahre nach der Einrichtung der Ateliergemeinschaft entsteht anstelle der Scheune nun ein neues Gebäude. Die Kulturstiftung der Sparkasse Stormarn hat das Gelände erworben und errichtet dort, wo einmal die marode Scheune stand, ein schmuckes Atelierhaus. Es wird insgesamt vier Künstlern nahezu perfekte Arbeitsbedingungen bieten. Die Entwurfsidee zum Ateliergebäude stammt von der Architekturstudentin Inga Mueller- Haagen. Sie gewann den 1. Preis des an der Fachhochschule Lübeck ausgelobten Wettbewerbs. Geplant und umgesetzt wird der Entwurf durch die Gemeinschaft der Architekten Zill und Nieschalk, die auch für die Bauleitung verantwortlich zeichnen.

Kernstück des Gebäudes sind die Atelierräume, von denen es insgesamt vier geben wird. Sie haben eine Größe von 25 m² bis 36 m², durch schräge Decken werden Raumhöhen von 3,15 m bis 5,60 m erreicht. Im höheren Teil der Ateliers sind Galerieebenen eingebaut, die zusätzliche Nutzflächen bieten. Oberhalb der Galerie sorgen Fensterbänder für eine Belichtung, und durch großzügig verglaste Türe haben alle Räume Ausgang ins Freie. Vor den Werkstätten der Künstler ist ein etwa 100 m² großer Bereich für Kunstausstellungen vorgesehen. Dieser Bereich ist durch eine moderne Glasfassade umschlossen und erhält dadurch die Gestalt eines Ausstellungspavillions für Bilder und Skulpturen. Hieran angrenzend sind in einem geschlossenen Baukörper WCs, eine Küche und zusätzliche Lagerräume untergebracht.

Gebäudeform und Gestaltung

Wie der Architekt Manfred Zill erläutert, gliedert sich das Atelierhaus in drei Gebäudefunktionen. Sie werden sowohl in der Gebäudeform als auch in der Gestaltung der Gebäudehülle erkennbar. Zentrale Funktionseinheit sind die Ateliers der Künstler, die sich durch ein schräggeneigtes Zinkdach bewusst vom übrigen Baukörper absetzen. Die Außenwandverkleidungen sind aus einem warmen zementgebundenen Material und geben dem Gebäude einen zeitgemäßen innovativen Ausdruck. Verschiebbare Holzlamellen schützen die Ateliers vor Sonneneinstrahlung. Der vorgelagerte Ausstellungsbereich ist raumhoch verglast und bietet dem Betrachter eine offene Präsentation der Kunstobjekte. Unterstützt wird die Ausstellung durch interessante künstliche Beleuchtungen in Form von Decken und Bodenstrahlern. Die Ausstellungsflächen für wandhängende Kunst können teilweise variable im Raum verschoben und individuell beleuchtet werden. Die Nebenräume bilden die dritte Funktionseinheit. Sie sind in einem quadratischen Kubus untergebracht der aus roten Ziegelmauerwerk besteht. Im Inneren zeigen alle Gebäudeteile ihre unverhüllten konstruktiven Materialien: Glas und Metall, Sichtbeton, geschlämmtes weiß gestrichenes Kalksandsteinmauerwerk und klarversiegelte Estrichböden. Hierdurch wird der Werkstattcharakter betont und die neuen Räume schaffen eine neutralen Hintergrund für die Arbeit der Künstler, frei von übermäßig designter Form- und Farbgestaltung.

Neue Impulse

Das Atelierhaus wird notwendigen (Frei)Raum zur künstlerischen Betätigung schaffen. Die Künstler, die hier einziehen, werden den Platz bekommen, sich zu entfalten. Von hier aus können sie Akzente setzen. Das Atelierhaus sendet neue Impulse aus, für Kunst und Kultur in Trittau und in Stormarn. So ist es denn wieder ein Aufbruch zu neuen Ufern.

  Westansicht
 
  Nordansicht
 
  Rückansicht
 
  Südansicht
 
  Innenansicht
  Innenraum
 
  Grundriss EG
 
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Lageplan